|
JAGDFIEBER
- VON SCHÖNEN FRAUEN, STARKEN HIRSCHEN UND ANDEREM JAGDBAREN
WILD
DIPLOMARBEIT VON IRIS LUCKHAUS, 1999/2000
| UDK BERLIN, MODEKLASSE V. WESTWOOD
L'on trouve en ce pais
des Dames fort actives / Qui s'cavent menager chaque moment du
jour,
Car de peur de rester oisives / La chasse les occupe apres le
jeu d'amour. Untertitel einer 'L'EUROPE' benannten
Karikatur [anonym, um 1680]
EXPOSÉE [AUSZUG] - JÄGERINNEN UND
HISTORISCHE FRAUENJAGDKLEIDUNG
Ausgangspunkt für meine Diplomarbeit
war die Figur der Jägerin, die es zu allen Zeiten gegeben
hat und die im historischen gesellschaftlichen Kontext teils
absurd erscheint.
Vor
allem im Zusammenhang mit der klassischen allegorischen Doppeldeutigkeit
des Jagdmotivs, die oft den Herrn als Jäger und die Dame
als Wild darstellt, wird der Figur der Jägerin ein pikanter
Doppelsinn verliehen. Mich interessierte
und inspirierte die Dualität in der Rolle der Jägerin
selbst als potentielle Gebärerin und Mörderin und der
darin implizierte Gegensatz von Warmherzigkeit und Kaltblütigkeit.
Das Zusammenspiel dieser Gegensätze
zeigt sich deutlich in der Kleidung, die Frauen zur Jagd trugen,
da diese immer eine Gratwanderung zwischen sportlicher Praktikabilität,
moralischen Aspekten und modischer Eleganz darstellte. Zunächst verschmolzen daher die praktischere
Herrenkleidung und die jeweils modische Damenkleidung zur ersten
spezifischen Frauenjagd- und Reitmode im 18./19. Jahrhundert,
die andere Sportmoden auslöste und beeinflusste.
Die daraus
in meiner Kollektion erarbeiteten Outfits sollen keine Jagdkleidung
im herkömmlichen Sinne darstellen, sondern ihrer Trägerin
die Freiheit bieten, ihre Rolle - die der 'Jägerin' oder
des 'Wildes' - selbst zu bestimmen, ganz im Sinne der Jagdgöttin
Diana, die für ihre Leidenschaftlichkeit und Launenhaftigkeit
verehrt wurde. (...)
Den theoretischen Teil dieser Diplomarbeit über
Jägerinnen im eigentlichen wie im übertragenen Sinne
und über historische Frauenjagdkleidung können Sie
als Kopie oder .pdf gegen Unkostenerstattung bestellen.
|
|
|
|